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Dienstag, 3. September 2013

Helmut Geiger: Kulmbacher Biergeschiche(n).

Eines haben die Bierstädte Bamberg und Kulmbach gemeinsam. Vor rund 150 Jahren existierten ihren Mauern jeweils rund siebzig Braubetriebe. Das ist aber die einzige Gemeinsamkeit. Im Jahre 1871 beispielsweise, zählte Bamberg 25.738 Bewohner, in Kulmbach waren es nur 4.939. Das heißt, dass in Kulmbach auf einen Braubetrieb nur durchschnittlich 70 Einwohner kamen, vom Säugling bis zu Greis, wohlgemerkt. Das war zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Diesem Umstand geschuldet, waren die Brauer gezwungen, ihr Bier nach außerhalb zu verkaufen. Und da es im Königreich Bayern zu viele Brauereien und zu viele bürokratische Hürden gab, wurde das Bier in andere Staaten des damaligen Reiches verschickt. So wurde Kulmbach zur Stadt des Bierexports.

Das Buch "Kulmbacher Biergeschiche(n)" schildert die anfängliche Brauereidichte der Stadt am Mainzusammenfluß bis hin zum dramatischen letzten Quartal des 20. Jahrunderts, als die letzten verbliebenen Großbrauereien Sandler, Mönchshof, EKU und Reichel fielen und zu einem Einheitsbetrieb, der "Kulmbacher Brauerei" zusammengefaßt wurden. Somit verfügt Kulmbach im Gegensatz zu Bamberg nur noch über einen Braubetrieb mit traditionellen Wurzeln.

Das Buch runden Geschichten und Annektoden aus dieser Zeit ab. Außerdem schildert es die Hindergründe, wie in Kulmbach, wo alle Wirtshäuser in heimischer Brauereihand waren, sich mit der "Kulmbacher Kommunbräu" ein neuer Braubetrieb etablieren konnte, dessen Ausschank nicht nur der mit Abstand bestbesuchteste in der Region ist, sondern auch Hauptanziehungspunkt für Fremde und Touristen, wenn sie nach Kulmbach kommen.

Ab dem 7. September 2013 können Sie an der Theke des Café Abseits das Buch "Kulmbacher Biergeschichte(n)" von Helmut Geiger erwerben. Das lesenswerte Werk mit 200 Seiten mit vielen, teils farbigen, historischen Illustrationen kostet 20,00 €.