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Sonntag, 11. März 2007

Schierker Feuerstein.

Ab Montag, 12. März 2007, sofort können Sie im Café Abseits den Kräuter-Halb-Bitter Schierker Feuerstein aus Schierke im Harz genießen.



Willy Drube, der Apotheker des kleinen Harzortes Schierke in Sachsen-Anhalt mußte in den zwanziger Jahren regelmäßig raus, um die Verdauungsprobleme der Kurgäste nach allzu fetten Mahlzeiten zu lindern. Doch statt nur Magenpülverchen zu verabreichen, hatte der Apotheker eine einfache wie geniale Idee: Er behandelte nicht die Symptome, sondern bekämpfte mit einem von ihm selbst hergestellten Kräuter-Halb-Bitter die Ursachen. Schierker Feuerstein war erfunden!

1924 konnte Willy Drube für seinen Kräuter-Halb-Bitter ein Patent erwerben und damit einen wichtigen Schritt in der Geschichte des Schierker Feuerstein unternehmen. In seiner Apotheke "Zum Roten Fingerhut" am Fuße des Brockens verkaufte der erfindungsreiche Apotheker schon bald immer größere Mengen des wohltuenden und wohlschmeckenden Getränks.

Die rötliche Farbe des Granits hat den Feuersteinklippen in Schierke ihren Namen verliehen. Diese 300 Millionen Jahre alte Felsformation wiederum stand Pate für die Benennung des Kräuter-Halb-Bitters, der im Licht in seiner typischen dunkelroten Färbung zu funkeln beginnt.

In den zwanziger Jahren hatten nur die Kurgäste am Brocken die Möglichkeit, in den Genuss des Schierker Feuerstein zu kommen. Bis zur Wende war Schierke war lange Zeit ein nicht für jedermann erreichbarer Wintersportort. In den 1960er bis 1980er Jahren war Schierke wegen der nahen innerdeutschen Grenze (Schierke lag im Grenzgebiet) nur mit einem besonderen Passierschein erreichbar. Noch vor dem Bau der Mauer gründeten die Nachfahren Drubes im Westen, in Bartolfelde, einem Ortsteil von Bad Lauterbach, eine neue Produktionsstätte. Die Produktion in Schierke wurde dem VEB Getränkekombinat Magdeburg unterstellt. Heute werden im Schierker Stammhaus die Rohstoffe gelagert und aufbereitet. Die Fertigstellung und Abfüllung im Großmaßstab findet in Bartolfelde statt. Nach der Wende gewann das "Ostprodukt" auch im Westen viele Freunde. Heute werden bundesweit, aber auch ins Ausland, jährlich mehrere Millionen Flaschen vertrieben.

Die pflanzlichen Rotstoffe werden noch heute noch im Schierker Stammhaus gelagert und aufbereitet. Die Abfüllung des Schierker Feuersteins erfolgt in Bad Lauterberg.

(Quellen: Website der Schierker Feuerstein KG und Wikipedia).