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Dienstag, 11. Juli 2006

Ab Oktober 2006: Quitten-Nektar.

Voraussichtlich ab Oktober wird er erhältlich sein: der Quitten-Nektar des Jahrgangs 2006 aus der Saftkelterei Walter's in Arnsdorf bei Dresden. Der Nektar hat einen Fruchtgehalt von mindestens 60 % und wird nur mit der Süße aus Äpfeln gesüßt. Wir werden ihn pur und ungekühlt ausschenken, damit man den vollen Geschmack genießen kann, aber auch als erfrischende Schorle.

Quitten sind eine alte Kernobstsorte, die in Armenien und Persien wild wächst und über Griechenland den Weg in die deutschen Obstgärten gefunden hat. Bei den alten Griechen galt er als Symbol für Liebe, Glück und Fruchtbarkeit. Noch in den Fünfziger Jahren fand man Quitten in vielen deutschen Obstgärten. Heute ist diese Frucht fast vergessen und Saftkeltereien müssen sich bemühen, Landwirte zu finden, die sie wieder anbauen.

Man kann die Quittenfrucht nicht roh verzehren, aber als Kompott, Gelee oder als Saft schmeckt sie wirklich köstlich. Im Online-Lexikon Wikipedia kann man erfahren:
"Die Quittenfrucht selber beinhaltet sehr viel Vitamin C, Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan und Fluor, Gerbstoffe, Gerbsäure, organische Säuren, sehr viel Pektin und Schleimstoffe."
Der Südwestrundfunk hat der Quitte in seiner Sendereihe "Kaffee oder Tee" eine ganze Sendung ewidmet: "Quitten" vom 2. Oktober 2003.

Mehr über die Kulturgeschichte der Quitte verrät Ihnen Rainer Söcknick-Scholz in seinem Buch "Quitten. Vergessene Köstlichkeiten? Kulturgeschichte, Anbau und Verwertung".

Wenn Sie Quitten einmal selbst in Ihrer Küche verarbeiten wollen, finden Sie über 60 Quitten-Rezepte in dem Buch "Quitten. Das Comeback einer vergessenen Frucht" von Lucas Rosenblatt und Freddy Christandl.